• ADAC/DMC Veteranen-Ausfahrt 2017

    ... alles wurde gut – sogar die Sonne lachte!

    Die ADAC/DMC Reinoldus Veteranen-Ausfahrt dieses Jahres stand im Vorfeld unter einem weniger glücklichen Stern, weil der Kapitän der Organisation von Bord ging. Der Vorstand wollte aber die einzige Veranstaltung des Vereins in der Heimat unbedingt erhalten. Mit einer bemerkenswerten Gemeinschaftsleistung konnte die Ausfahrt 2017 durchgeführt werden. Im Ziel war die Stimmung richtig gut bei den Teilnehmern und beim Veranstalter. Dafür sorgte eine allgemein gelobte Streckenführung von Dortmund nach Hagen, die auf kleinsten Straßen Eindrücke von Wald und Feld vermittelte, wie man sie niemals in zwei großen Städten erwartet hätte.

    Veteranenausfahrt DMCAm frühen Samstag hatte sich das zweitgrößte Starterfeld in der Geschichte der Veranstaltung seit 2003 eingefunden. 72 Motorräder waren angekündigt. Die Idee des DMC, nicht nur eine Ausfahrt für die Experten der Szene anzubieten, sondern möglichst vielen Freunden historischer Motorräder ein Erlebnis zu bieten, wurde um die touristische Ausfahrt erweitert. In diesem Jahr hatten sich 24 Interessenten gefunden, die ohne Wertungsprüfungen die Strecke erleben mochten. Mit Frühstück, Mittagessen und Kaffee und Kuchen im Ziel hatten sie gute Gründe, sich beim DMC wohlzufühlen in der Runde vieler alter Motorräder und deren Fahrer.

    Die Youngtimer-Rallye greift eine weitere Idee auf mit einer Startmöglichkeit für Motorräder ab 20 Jahren Alter. Auch dieses Angebot findet zunehmend Interesse, denn diesmal gab es bereits sechs Aspiranten. Damit ist die Reinoldus-Ausfahrt deutlich mehr als eine Oldtimer-Rallye. Ein buntes Völkchen hatte sich eingefunden, um einen netten Tag mit älteren Motorrädern zu erleben.

    Einen wichtigen Beitrag dazu lieferte die Streckenführung, die aus dem östlichen Ortsteil Dorstfeld – kaum mehr als drei Kilometer von der City entfernt – eine entspannte Möglichkeit bot, schon nach kurzer Zeit in ländlicher Umgebung mit Reiterhöfen in den Feldern den Eindruck zu erwecken, als sei die große Stadt ganz fern. Über die Serpentine an der Hohensyburg vorbei ging es nach Hagen. Dort warteten noch schmalere Straßen durch Wald und Rapsfelder auf die Teilnehmer. Die Mittagsrast war eingerichtet im Café Halle irgendwo auf einem Berg in Hagen – im Biergarten gab es Fleisch und Wurst vom Grill – sorgte für weitere Entspannung bei allen Beteiligten. Am Start zur zweiten Etappe hatten die Teilnehmer noch zwei Drittel der Strecke vor sich.

    Man konnte es kaum glauben, aber die Straßen wurden noch einen Tick schmaler. Die Steigungen legten zu, es gab Kehren, die man im begleitenden Auto kaum ohne Zurücksetzen bewältigen konnte. Auch die Rückfahrt über Dortmunder Stadtgebiet bot interessante Einblicke. Für Ortsfremde zeigte sich die Großstadt vielseitig, vor allem ruhig und wenig metropol. Und selbst gebürtige Dortmunder staunten über die Entwicklung mancher Ortsteile.

    So wurde die Streckenführung einhellig gelobt. Nur einer soll gemeckert haben über die vielen Tempo 30-Zonen. Wäre er lieber über die Autobahn gefahren?

    Sicherlich waren die drei Wertungsprüfungen noch nicht das Optimum; hier werden wir uns einige Gedanken machen.
    Die sportlichen Ergebnisse gerieten ein wenig in den Hintergrund. Wer sollte sich wundern, dass Karl-Gustav Sander einen weiteren Gesamtsieg mit der Vespa einfahren konnte? Irgendwie hatte man den Eindruck, dass dieser Teil der Veranstaltung nicht so wichtig war. Man freute oder ärgerte sich mehr für sich. An der Stelle, als Farina Geis als jüngste Teilnehmerin für ihren dritten Platz bei den Youngtimern den großen Präsentkorb überreicht bekam, konnte man so etwas wie allgemeine Freude und Zustimmung bemerken.

    Bleibt noch die Sache mit dem Wetter. Das hätte nach allen Vorhersagen derbe schief gehen sollen. Regenwahrscheinlichkeit bei 90%, sogar Gewitter wären drin gewesen. Und was wurde daraus? Auf der Anreise hatten einige Teilnehmer kleine Schauer registriert. Aber während des ganzen Tages blieb es über der Ausfahrt trocken, meist sogar sonnig. So beklagte ein Helfer am Abend gar einen Sonnenbrand. Die Mittagsrast im Biergarten wurde in der Sonne zu einem richtigen Erlebnis nach diesen endlosen kalten Tagen. Alle Beteiligten können davon ausgehen, dass die freundlichen Teilnehmer es ebenso verdient haben wie die engagierten Helfer des DMC, vom Wettergott belohnt zu werden.

    M. Holthaus

     

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